1858:
Auf Anregung des Gewerbevereins Plauen wurde am 31.Oktober 1858 eine Handelsschule gegründet. Der ersten Klasse gehörten 42 Handelsschüler an. Die Schule gliederte sich in eine Unter-, Mittel- und Oberklasse. Als Lehrer der neu gegründeten Schule wurde der Kaufmann Otto Vogel verpflichtet. Er hatte alle Fächer außer den "Schönschreibeunterricht" zu erteilen. Das Unterrichtszimmer wurde in der Privatwohnung Vogels in der "Neundörfer Gasse" (jetzige Marktstraße) eingerichtet. Die wöchentliche Stundenzahl schwankte zwischen sechs bis acht.

1860:
Am 01. Oktober 1860 tritt ein "Gesetz der Handelsschule in Plauen" in Kraft. Es regelt in 12 Paragraphen u.a.: eine Abgangsprüfung nach dreijährigem Besuch; eine genaue Ordnung über das Aufrücken der Schüler in die nächst höhere Klasse; sorgte für Regelmäßigkeit des Schulbesuchs und Anfertigung der Hausaufgaben.
1871/72: Der Verein zur Erhaltung der Handelsschule beschloss, ein neues Gebäude in der "Wehrstraße" (jetzige Melanchthonstraße 11) zu errichten. 1905: Einführung des Fachklassenprinzips durch Trennung der Lehrlinge der Industriefirmen und der offenen Ladengeschäfte; auch für Drogisten wurde ein besonderer Lehrgang eingerichtet. 1910: Beginn des Aufbaus einer Höheren Handelsschule neben der Lehrlingsschule. Diese wurde am 25. April 1911 eröffnet und als Aufbauschule in drei weiterführende Klassen dem achten Volksschuljahr angegliedert. Die Aufnahme setzte im Allgemeinen das Bildungsziel einer höheren Bürgerschule voraus. Der Name der Schule änderte sich in "Öffentliche Lehranstalt". 1913/14: Die Lehrlingsabteilung wurde als Pflichtschule für alle Handelslehrlinge eingerichtet. Bei den Mädchen wurde eine Trennung der Kontoristinnen von den Verkäuferrinnen vorgenommen. Mit dem Schuljahr 1914/15 wurde in der höheren Abteilung eine 4. Klassenstufe eingerichtet. 1923/24: Erstmals fanden Reifeprüfungen in der Lehrlings- und Mädchenabteilung statt. 1925: Am 11. September 1925 beschloss der Handelsschulverein, der höheren Handelslehranstalt im April 1926 ein Wirtschaftsoberschule als sechsstufige Aufbauschule anzugliedern. 1930: Am 16. Januar 1930 wurde die Genehmigung zur Errichtung einer Sexta an der Wirtschaftsoberschule mit der Maßgabe erteilt, dass dadurch die sechsstufige Wirtschaftsoberschule in eine neunstufige Lehranstalt umgewandelt wird. 1941: Im Juli erfolgte die Übergabe an die Industrie- und Handelskammer Plauen. Sie erhält den Namen "Wirtschaftsoberschule der Industrie- und Handelskammer Plauen". 1949-89: Die Ausbildung der kaufmännischen Lehrlinge erfolgt unter staatlicher Regie an der Kommunalen Berufsschule II, die später den Namen Kommunale Berufsschule "Anne Frank" erhält. Der Unterricht findet erst in der Seminar- und später in der Reißiger Straße statt. 1990: Die Kaufmännische Berufsschule wurde in "Anne Frank" Plauen umbenannt. 1991: Das erste Wirtschaftsgymnasium im westsächsischen Raum wurde eröffnet. 1992: Die Kaufmännische Schule "Anne Frank" hat sich mit der Betriebsschule "Bruno Siegel" der Deutschen Reichsbahn zum Beruflichen Schulzentrum für Wirtschaft zusammengeschlossen. 1993: Die ehemalige 1969 gegründete Medizinische Fachschule "Dr. Friedrich Wolf " wurde übernommen. Das Berufliche Schulzentrum für Wirtschaft nannte man in Berufliches Schulzentrum für Wirtschaft und Gesundheit "Anne Frank" Plauen um. 1995: Das Gebäude der Wielandstraße 51 wurde als Außenstelle in Betrieb genommen. 2003: Beginn des Bauvorhabens Umbau, Sanierung und Erweiterung des BSZ für Wirtschaft und Gesundheit "Anne Frank" Plauen. 2006: Abschluss des Bauvorhabens Umbau, Sanierung und Erweiterung des BSZ für Wirtschaft und Gesundheit "Anne Frank" Plauen. ... wird fortgesetzt